Deutschland Wetter sorgt für deutliche Ernteverluste
Das schlechte Wetter in Deutschland ließ nicht nur den Sommer, insbesondere den August, in weiten Teilen der Bundesrepublik im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fallen, sondern sorgt auch bei den Landwirten in Deutschland für Verdruss. In Jahren mit durchschnittlichem Wetter ist die Ernte Anfang September eigentlich schon längst eingefahren, nach dem kalten und nassen Wetter stehen je nach Region aber immer noch bis zu 40 % des Getreides auf den Feldern. Besonders viel Arbeit haben die Landwirte in der Nordhälfte von Deutschland noch vor sich, da der Regen das Wachstum des Getreides verlangsamt hat und auch die Erntearbeit erschwert.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) geht davon aus, dass der Ertrag beim Getreide in diesem Jahr auf 44 Tonnen und damit um rund 12 % gegenüber der Ernte 2009 sinken wird. Der Schuldige für die unerfreuliche Situation der Landwirte und Verbraucher ist mit dem durchwachsenen Wetter in Deutschland im August schnell gefunden, auch wenn Aigner betont, dass Versorgungsengpässe nicht zu befürchten seien.
Während sich die Landwirte in Deutschland in diesem Jahr auf eine längere Erntezeit bei weniger Ertrag einstellen müssen, kommen auf die Verbraucher mit ziemlicher Sicherheit steigende Preise für Getreide und daraus hergestellten Produkten zu. Aigner sieht zwar keine explosionsartigen Preissteigerungen, will eine leichte Verteuerung von Mehl und Brot aber auch nicht verneinen. Zu allem Überfluss muss bei der Qualität des Getreides aus der Ernte 2010 auch noch mit einer etwas schlechteren Qualität gerechnet werden.