Japan Wetter schützt Tokio wohl vor radioaktiver Wolke
Die Folgen der Zerstörung mehrerer Reaktoren im Atomkraftwerk Fukushima im Zusammenhang mit dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan sind derzeit noch nicht absehbar. Zwar gab es in den vergangenen Tagen immer häufiger hoffnungsvolle Nachrichten aus Japan, für endgültige Entwarnung sei es aber nach wie vor zu früh, wie es im selben Atemzug heißt. Eine viel diskutierte Frage dreht sich auch darum, ob und in welchem Maße die Millionen-Metropole Tokio von der im AKW Fukushima ausströmenden Radioaktivität betroffen ist.
Japans Hauptstadt liegt zwar einige hundert Kilometer südlich von Fukushima, dennoch wurden in Tokio mehr oder weniger erhöhte Werte für die Radioaktivität gemessen. Eine entscheidende Rolle dürfte dabei der Wettertrend in Japan spielen, insbesondere die Windrichtung. Aktuell sieht es so aus, als ob ein Großteil der radioaktiven Wolke von Fukushima aus über den Pazifik abziehen sollte, Tokio und das übrige Festland Japans also von weiteren Negativfolgen verschont bleiben würden.
Aber auch über den Niederschlag kann sich die Radioaktivität im weiteren Umkreis um Fukushima über Japan ausbreiten. Der Regen wäre dabei Fluch und Segen zugleich. Einerseits würde die Ausbreitung der Radioaktivität über die Luft bei diesem Wetter in Japan weitgehend unterbunden, andererseits gelangen die hochgiftigen Stoffe dadurch viel leichter ins Erdreich und damit auch ins Grundwasser.