Extremwetterkongress in Hamburg
In Hamburg diskutieren seit Dienstag führende Meteorologen aus aller Welt über das Wetter, genauer gesagt extremes Wetter. Der sogenannte Extremwetterkongress findet in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal statt und soll die wichtigsten Fragen rund um Wetter und Klima klären. Im Mittelpunkt der diesjährigen Tagung steht die Verabschiedung der "Hamburger Erklärung", mit der sich die Meteorologen gegen unseriöse Prognosen für längere Zeiträume aussprechen.
Nach einhelliger Meinung der Meteorologen sind zuverlässige Wettervorhersagen nur für einen sehr überschaubaren Zeitraum von einigen Tagen bis maximal wenigen Wochen möglich. Vielerorts wagen selbsternannte Experten jedoch immer wieder Prognosen für einen Zeitpunkt, der mehrere Monate in der Zukunft liegt. Mit der "Hamburger Erklärung" soll beispielsweise all jenen Meteorologen eine Absage erteilt werden, die bereits im Winter das Wetter im kommenden Sommer vorhersagen wollen.
Ein weiterer Punkt der Tagesordnung des bis zum morgigen Freitag andauernden 6. Extremwetterkongress in Hamburg soll der Einfluss von Wetter und Klima auf den Tourismus bilden. Welche Zusammenhänge bestehen zwischen dem Klimawandel und dem Reiseverhalten in bestimmten Regionen der Erde oder wie können Destinationen von gutem Wetter profitieren bzw. durch schlechtes Wetter benachteiligt werden? Dies werden dabei nur zwei von vielen Fragen sein, die die Meteorologen bei ihrem Treffen in Hamburg zu beantworten versuchen.